Juni/Juli 2019

Juni/Juli 2019


Foto: Edin Bajriç

 

Edin Bajriç: Wanderung

Installation/Film

Sie bewegen sich wie eine Art Schnecke oder noch nicht entdeckte Spezies.
Die Objekte sind in der Installation als eine Masse oder Einheit dargestellt und erobern sich langsam ihr Territorium.

Wanderung“(Installation) und der dazugehörige Film „Die Schöpfung“ zeigen in abgeformten Fruchthälften „Dummies“ für die Flucht, Probanden fürs Exil, Simulanten für Unterwanderung und Heimatsuche. Individualität und Existenz, Separierungsprozesse und Machtansammlung, Hegemonie und Gleichgewicht werden als Beziehungsmuster, die Richtungen weisen, aufgezeigt. Schöpfer und Stifter dieses Treibens ist allerdings der Künstler, wie der Film beweist, absolut und autokratisch.
(Text: Heike Schötker aus Meisterschüler 08, Hannover)

Erweiterte Öffnungszeiten:

Vernissage: Freitag,  21.6.2019   , 19.00 Uhr
Einführung: Prof. Wilfried Köpke
Ausstellung: 21.6.2019 bis 14.7.2019
Öffnungszeiten:
donnerstags: 18.00-20.30 Uhr
freitags 18.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

Die Ausstellung wird gefördert durch:
Stiftung Edelhof Ricklingen V.J.v. der Osten
Landeshauptstadt Hannover / Kulturbüro
Bezirksrat Vahrenwald – List
Mai/Juni 2019

Mai/Juni 2019


Foto: Ali Altschaffel

 

Mobile Skulpturen.
Daniel Folwatschni und Hans Kreis.

Ausstellung bei j3fm mit mobiler Aktion
in der Innenstadt von Hannover.

Der Braunschweiger Künstler Daniel Folwatschni ist Maler, Konstrukteur und Monteur. Seit den 80er Jahren baut er neben seinem malerischen Werk an kinetischen Objekten, Kleinplastiken und mobilen Skulpturen, die er zum Teil selbst bewegt – mal liegend, mal stehend, schwimmend, versteckt oder aber auch sichtbar. Diese großen Objekte sind aus Stahl, kombiniert mit Fundstücken aus Eisen, kontrastiert mit natürlichen Materialien wie Wachs, Stoff, Pergament, Holz und Gummi. In ihrer wuchtigen, aber technisch versierten Konstruktion gleichen sie prähistorischen Fahrzeugen, mobilen Maschinenwesen, die die amorphe Natur kristallisieren.
Folwatschni zeigt, dass uns die Maschine nicht von der Natur getrennt hat, sondern mit ihm erleben und entdecken wir eine neue, eine ungeahnte Natur. Diese Konstruktionen hinterfragen die Zweckmäßigkeit der Maschine und eröffnen eine Dimension, Material umgewertet und experimentell zu erfahren.

In Zusammenarbeit mit dem Goldschmied Hans Kreis entstand in Veltheim am Elm eine erste naturalistische Figuration aus Stahl, die lebensgroße Skulptur eines Pferdes. Mit einer Räder-Plattform unter den eisernen Hufen wird dieses Ross mobil. Wie ein riesengroßes Spielzeug wird es mit der Hand gezogen und erinnert dabei mit seinen glänzenden Metallplatten, die das zum Teil mit Stroh gestopfte Pferdeskelett aus rauen Metallstreben ummanteln, an einen archaischen Körper, an ungebändigte Kraft, an Proportion, Dynamik und vollkommene Balance.
In den bewegten Aktionen, die Daniel Folwatschni und Hans Kreis über Land gemacht haben, wird sichtbar, dass die gestaltete Natur eine Ruhe der Natur ist, eine, die trotz ungeheure Spannungen eine gleichmäßige Rotation in sich birgt.
Dass dies auch in den urbanen Räumen einer Großstadt funktioniert, das macht die mobile Aktion am Freitag, den 17. Mai unmittelbar vor der Eröffnung im Kunstraum j3fm deutlich.

Sie alle sind eingeladen mitzugehen, zu schauen und zu erleben.
Start ist um 17.30 Uhr am Waterlooplatz, Ecke Am Schützenplatz. Wer sich erst später mit anschließen möchte, folge der Route vorbei am Leineschloss, Karmarschstraße, Kröpcke, Ernst August Platz, Bahnunterführung/ListerMeile, unter der Raschplatzhochstraße hindurch weiter auf der Lister Meile bis zur Celler Straße/Jakobistraße und gegen 19 Uhr zur Endstation Kunstraum j3fm/Kollenrodtstraße 58b.

Daniel Folwatschni ist 1961 in Braunschweig geboren und in Wolfsburg aufgewachsen. In den 80er Jahren studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Freie Kunst und engagierte sich in der Künstlergemeinschaft der Galerie KK in Braunschweig. Daniel Folwatschni lebt und arbeitet in Braunschweig und ist seit 1983 mit zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie mit Aktionen in Berlin, Dresden, Köln, Hannover und im Braunschweiger Raum vertreten.
Der Goldschmied Hans Kreis ist Künstler und Metallgestalter. Er arbeitet seit 1985 in seinem Atelier auf dem Rittergut in Luklum.

Vernissage: Freitag,  17.5.2019   , 19.00 Uhr
Beginn der Aktion: 17.30
Ausstellung: 17.5.2019 bis 16.6.2019
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

April/Mai 2019

April/Mai 2019

Aenne Langhorst: Autophag

Multimix

„Autophag“ nennt sich die April-Ausstellung mit Arbeiten der in Hannover lebenden Künstlerin Aenne Langhorst.
Sinn und Unsinn von Begriffen und gesellschaftlichen Tendenzen beschäftigen die hannoversche Künstlerin Aenne Langhorst seit einigenJahren. Dem Studio als Bühne, als Set oder Hintergrund folgt die Natur, der urbane Raum oder der Ausstellungsraum und auf dieFotografie, die Performance, das Video.
Aenne Langhorsts Umgang mit den Medien ist dabei ungezwungen und facettenreich, assoziativ und körperlich, ein unentwirrbaresKnäuel aus Leben und Arbeit, rätselhaft, scharfsinnig und komisch. So leicht zugänglich, wie das alles auf den ersten Blick wirken mag, sind ihre Arbeiten aber nicht. Ihre Sammlungen aus Materialien des Alltags lassen sich als Echtzeiterzählungen vom Hier und Jetzt begreifen, mit der sie sicher passende visuelle Lösungen findet und innere kontroverse Positionen als Fragen nach dem Authentischen und Autobiografischen wie ein Muster offen legt.
Hier liegt keine Erinnerung vor, sondern sie entsteht in einem aktuellen Zusammenhang aus Bildern, Fotografien, Objekten, Plakaten.
Hier wird eine spezifische Form von Aufklärung veröffentlicht, die Geschichte schafft und gleichzeitig auch eine Geschichte der künstlerischen Existenz offenbart. Immer also mischt sich das Individuelle und Subjektive mit dem Allgemeinen, sei es der Kultur, der Ethik, der Polarität von Kunst und Leben.
Aenne Langhorst ist in Bremen geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Uni Bremen und begann in den 90er Jahren im Fachbereich Kunst und Design an der Fachhochschule Hannover ein Studium der Bildenden Kunst mit den Schwerpunkten der Klangkunst bei Ulrich Eller und Fotografie bei Heinrich Riebesehl. Seit 2005 ist Aenne Langhorst als Künstlerin selbstständig.
Sie lebt und arbeitet in Hannover. (aennelanghorst.wordpress.com)

Vernissage: Freitag,  19.4.2019   , 19.00 Uhr
Ausstellung: 19.4.2019 bis 12.5.2019
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

März/April 2019

März/April 2019

Silke Schaper: Schöne Aussichten

Silke Schaper zeigt in ihrer Ausstellung im Kunstraum j3fm „Schöne Aussichten“. Landschaftsmalerei. Nicht die Natur eins zu eins abbildend, eher die Stimmung erfassend. Die Künstlerin arbeitet in Öl und Acryl auf Leinwand. Es entstehen auch kleinformatige Arbeiten auf Papier, die den intensiven Arbeitsprozess an den größeren Formaten begleiten und deren Stimmungen wiederspiegeln. „Schöne Aussichten“ lädt den Betrachter ein, den Ausblick zu genießen, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Die weite Flur neu entdecken. Die Titel ihrer letzten Einzelausstellungen zeigen die konsequente Beschäftigung mit diesem Thema: „über Landschaft“, „Freie Pläne“, „Flurstücke“, „an die Feldmark“ – eine Hommage an die Norddeutsche Tiefebene. In Ergänzung zum malerischen Werk, sehen wir Objektinstallationen aus Keramik und Holz, die einen Teil der Kulturlandschaft aufgreifen.

Die Künstlerin Silke Schaper hat ein Gaststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Lars Eckert absolviert. Seit 2010 besucht sie regelmäßig die Sommerakademie im Künstlerhaus Meinersen und hatte dort Unterricht bei namenhaften Künstlern, unter anderem Jochen Weise. Dieser Weg hat sie zum Bund Bildender Künstler in Braunschweig geführt, deren Mitglied sie seit 2017 ist. Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen bestätigen ihren Weg. Silke Schaper, Jahrgang 1963, lebt und arbeitet in Päse.

 

Vernissage: Freitag,  15.03.2019, 19.00 Uhr
Ausstellung: 15.03.2019 bis 15.04.2019
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

 

Februar/März 2019

Februar/März 2019


Anette Leupold: Fotografiken

Die Künstlerin Anette Leupold ist Fotografin und Grafikerin. Fotografiken nennen sich ihre am Rechner digital weiterverarbeiten Fotografien, die sie auf ihren Spaziergängen durch Hannover aufnimmt. Dabei interessiert sich Anette Leupold nicht für bekannte Stadträume, nicht für touristische Attraktionen, sondern sie widmet sich den Unorten, den Straßenrändern und Häuserecken, all dem, was man jeden Tag im Vorbeifahren registriert, aber dann doch nie genau betrachtet. Auf ihren Stadtrundgängen betrachtet die Künstlerin ihre Umgebung mit ganz anderen Augen, sie schärft ihren Blick für das, was andersartig und dennoch ein Teil unserer Stadtlandschaft ist.
Die für sie wichtigsten ästhetischen Attribute sind aber nicht nur die Motive, sondern auch die Oberflächenbeschaffenheit, Materialeigenschaften, das Ausschnitthaftigkeit der Motive, die Maßstäblichkeit.
Anette Leupold bearbeitet ihre Aufnahmen anschließend in akribischer Kleinarbeit digital und verfremdet sie. Dabei entsteht eine einzigartige Kombination aus Fotografie, Grafik, Streetart und digitaler Kunst – Bilder, die jedem Betrachter eine ganz eigene Geschichte erzählen.

Anette Leupold ist 1965 geboren. Sie war von 1981 bis 1985 Schülerin von Gabriele Wicke. Im Anschluss an das Studium der Freien Kunst und des Grafik-Designs an der Fachhochschule Hannover wurde sie Spezialistin für Apple Computer. In ihren Arbeiten verbindet sie einen besonderen Blick fürs Detail mit den technischen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. Anette Leupold lebt und arbeitet in Hannover.

Vernissage: Freitag,  15.02.2019 , 19.00 Uhr
Ausstellung: 15.02.2019 bis 10.03.2019
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr