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Autor: Abel Dewitz

November/Dezember 2019

November/Dezember 2019

Jan Lotz und Florian Kruse: The 36th Chamber
Montage und Lichtkunst.

Der Kunstraum j3fm, die kleinste Galerie Hannovers, präsentiert an jedem dritten Freitag im Monat eine neue Ausstellung.
„ The 36th Chamber“ nennt sich die November-Ausstellung von j3fm mit Arbeiten der in Hannover lebenden Künstler Jan Lotz und Florian Kruse.
Sie wird am Freitag, den 15. November 2019 um 19 Uhr eröffnet.

Geschwindigkeit, Rhythmus und Tiefe, montierte Momentaufnahmen audiovisueller Eindrücke,
Echtzeiterzählungen über urbane Landschaften und vom Hier und Jetzt transformieren die beiden jungen Künstler in ihre Kompositionen.
Es sind auf Plexiglasleuchtkästen getapte aus Klebebändern entwickelte Bilder, die durch Licht von Fläche zu Tiefe, von Monochromie zu All-over werden und dabei dreidimensionale Wirkung erzielen, die an illusionistische trompe- l’oeil-Perspektiven erinnern.

Entwickelt aus der Streetart hat das Tape den Sprung zum eigenständigen künstlerischen Medium geschafft,
das ähnlich der klassischen Montage alle Herkunftskontexte erkennbar macht und damit auch die gestalterische oder künstlerische Praxis selbst.
Alle Ursprünge, Materialien und Quellen sind freigelegt.

Lotz und Kruse verbinden ihre Arbeiten mit gesellschaftlichen Fragestellungen ihrer Generation
und folgen damit ganz ihrem musikalischen Vorbild, der rappenden Shaolin-Gang aus Staten Island, dem Wu Tang Clan.
In den Voice-Samples aus Filmen, den Welt- und Selbstbezügen ihrer musikalischen Masterminds, fanden sie das Prinzip, das zu ihrer Philosophie passt.

Für beide jungen Künstler ist eine enge Verbindung aus Kunst und Musik der Versuch, die Fragen, die heute angerissen werden, neu vorzuführen und Experimente und Popkulturelles jenseits von Klangkunst und Soundinstallationen wieder als Material der Kunst zu begreifen.

Florian Kruse und Jan Lotz studieren beide Experimentelle Gestaltung an der Hochschule Hannover und arbeiten künstlerisch in den Bereichen Streetart, Graffiti, Illustration sowie Druckgrafik und Skulptur. Kruse stammt aus Langenhagen. Nach seiner Ausbildung zum Schilder- und Leuchtreklamehersteller, absolvierte er sein Abitur an der Multi Media Berufsschule in Hannover.
Jan Lotz kommt aus Peine und begann nach dem Abitur mit dem Produktdesign-Studium an der Hochschule Hannover. Vor zwei Jahren wechselte er zur Experimentellen Gestaltung.

Vernissage: Freitag, 15.11.2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15.11.- 15.12.2019
Öffnungszeiten:   Sonntag, 14.00-16.00 Uhr
Freitag, 19.00-20.30 Uhr

Oktober/November 2019

Oktober/November 2019

Kirsten Wrona: Malerei

Kirsten Wrona liebt es kräftig. Ihre ungegenständliche Malerei ist intensiv leuchtend farbig und sie ist voller Dynamik. Schwarze Flächen werden mit Pink, Blau und Rot attackiert, ein Feuerwerk der Farben, der Formen und der Komposition. Fast ist es, als provoziere sie Reaktionen des Betrachters, die sich nicht nur auf die Bilder richten, sondern auch auf die Wirklichkeit, die sie selbst irritiert.  Es sind reiche Varianten einer nie enden wollenden künstlerischen Fantasie. Kirsten Wrona kommuniziert mit Farbe und geht dabei direkt ins Herz.  Es ist weniger der Versuch einer künstlerischen Perspektive, der sie antreibt, als der Moment der Freiheit. Malerei erfüllt für sie keine funktionale Aufgabe, sondern wird durch einen inneren Antrieb bestimmt. Wie von magischer Energie getrieben beschreiben ihre Arbeiten Miniaturen einer Weltgeschichte, die zwar nichts Figürliches zeigen, aber in ihrer Virtuosität voller Lebenslust strahlen.

Vernissage:  Freitag, 18.10.2019, 19.00 Uhr
Einführung:  Nigel Packham
Dauer der Ausstellung: 18.10.- 10.11.2019
Öffnungszeiten: Freitag 19.00-20.30
Sonntag 14.00-16.00

Die Künstlerin ist anwesend

September/Oktober 2019

September/Oktober 2019

 

Jeanne Hamilton:  Two Figures


Malerei, Collage und Performance

Die in Chicago ausgebildete Hamilton ist auf vielen künstlerischen Feldern unterwegs: Malerei, Performance, Collage und Text. Gender, Identität, Körperwahrnehmung und Erinnerung sind ihre Themen.

Sie interessiert sich, so Hamilton, „ für die Offenbarung durch Kunst, indem ich das Private in die Öffentlichkeit bringe, um es anzuerkennen und zu akzeptieren oder zu verändern.“

Wovon erzählen Ihre beiden Figuren? Als prägnante Metapher beschreiben sie zwei separate, eigenständige Personen, die aber in Beziehung zu einander stehen, zum anderen einen zwiespältigen Menschen, ein geteiltes Individuum, das zwischen dem Inneren und dem Äußeren schwebt und dennoch gegen diese Unterscheidung kämpft. Diese Grenze(n) zwischen den mitteilbaren und den unmittelbaren, nicht mitteilbaren Dingen interessieren Jeanne Hamilton.
Die Gemälde und Collagen sind ihr Versuch, dem anderem und dem Andersartigem näher zu kommen. Die Vorstellungen von dieser Nähe können sehr heftig sein und sind ein Bestandteil ihres künstlerischen Prozesses, dem sie mit gestischer Spontaneität begegnet.

Jeanne Hamilton ist in Washington D.C. geboren und in Memphis (USA) aufgewachsen. Am School of the Art Institute of Chicago (B.F.A.) studierte sie Kunst (Malerei, Fotografie, Performance) und Gender Studies an der Central European University, Budapest (M.A.) Seit 2003 lebt und arbeitet Jeanne Hamilton außerhalb der USA, seit 2008 in Deutschland. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Amsterdam, Berlin, Bukarest, Chicago, Hannover, Memphis und Wien gezeigt.

 

Ausstellung vom 20.09.2019 bis 13.10.2019
Vernissage: 20.9.2019, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Sonntag, 14-16 Uhr
Freitag: 19-20.30 Uhr
Die Künstlerin ist  anwesend

Juli/August 2019

Juli/August 2019

 

Die Kunst bei j3fm macht Pause, aber zu sehen gibt es dennoch etwas:
Der 24-Stunden-Schaufensterschoner wird mit einem Umtrunk eingeweiht.
Sie sind herzlich eingeladen, am Freitag, den 19.7.2018 um 19.00 dabei zu sein,
wenn der Schalter unserer Diashow umgelegt wird.

Februar/März 2019

Februar/März 2019


Anette Leupold: Fotografiken

Die Künstlerin Anette Leupold ist Fotografin und Grafikerin. Fotografiken nennen sich ihre am Rechner digital weiterverarbeiten Fotografien, die sie auf ihren Spaziergängen durch Hannover aufnimmt. Dabei interessiert sich Anette Leupold nicht für bekannte Stadträume, nicht für touristische Attraktionen, sondern sie widmet sich den Unorten, den Straßenrändern und Häuserecken, all dem, was man jeden Tag im Vorbeifahren registriert, aber dann doch nie genau betrachtet. Auf ihren Stadtrundgängen betrachtet die Künstlerin ihre Umgebung mit ganz anderen Augen, sie schärft ihren Blick für das, was andersartig und dennoch ein Teil unserer Stadtlandschaft ist.
Die für sie wichtigsten ästhetischen Attribute sind aber nicht nur die Motive, sondern auch die Oberflächenbeschaffenheit, Materialeigenschaften, das Ausschnitthaftigkeit der Motive, die Maßstäblichkeit.
Anette Leupold bearbeitet ihre Aufnahmen anschließend in akribischer Kleinarbeit digital und verfremdet sie. Dabei entsteht eine einzigartige Kombination aus Fotografie, Grafik, Streetart und digitaler Kunst – Bilder, die jedem Betrachter eine ganz eigene Geschichte erzählen.

Anette Leupold ist 1965 geboren. Sie war von 1981 bis 1985 Schülerin von Gabriele Wicke. Im Anschluss an das Studium der Freien Kunst und des Grafik-Designs an der Fachhochschule Hannover wurde sie Spezialistin für Apple Computer. In ihren Arbeiten verbindet sie einen besonderen Blick fürs Detail mit den technischen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. Anette Leupold lebt und arbeitet in Hannover.

Vernissage: Freitag,  15.02.2019 , 19.00 Uhr
Ausstellung: 15.02.2019 bis 10.03.2019
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr