Januar/Februar 2022

Januar/Februar 2022

Kerstin Günther: Reflexionen
Malerei

Kerstin Günther zeigt ihre Werke mit dem Titel „Reflexionen“:
Aber was ist hier Reflexion, was ist im Malprozess aus sich selbst heraus entstanden? Sie sagt selbst, sie lässt sich gern überraschen, lässt dem Zufall Raum, entscheidet erst im Laufe ihrer Arbeit, wohin sich etwas entwickelt, denkt dann mit Pinsel oder Spachtel, lässt die Farbe laufen und ist begeistert von unterschiedlichen Nuancen und Kontrasten!

Farbe spielt für Kerstin Günther die wesentliche Rolle, so kommt ihr gerade die Acrylmalerei mit ihrem großen Farbspektrum sehr entgegen, da Acryl sowohl lasierendes als auch deckendes Arbeiten zulässt.
Auf der Suche nach Collageelementen, insbesondere in Kunst- und Architekturzeitschriften, wird sie inspiriert von Motiven, die sie regelrecht einwebt in Farbe und Malgrund und die sie in ihrer Thematik leiten.
Von der Farbigkeit und Vielfalt der Natur lässt sie sich begeistern…unterschiedliche Landschaften zum Teil in einer expressiven Farbigkeit sind zu entdecken. Im Gegensatz dazu findet sich ein großes Interesse an der Ästhetik und Struktur der Architektur. Zu sehen sind Raumgebilde, oft als Collage, die durch die Verbindung, durch das Verweben mit der Farbe manchmal dreidimensional wirken.
„Der Blick des Betrachters soll durch das Bild in verschiedene Richtungen geführt werden und muss ihn herausfordern.“

Vita
Kerstin Günther lebt und arbeitet in Hannover.
Seit 2012 bis heute verschiedene Ausstellungen.
Kerstin Günther hat an der Fachhochschule Hannover Textil-Design studiert und 1997 abgeschlossen.
1970 geboren in Hannover

Hinweis zur Ausstellung:
Für unseren Kunstraum gilt 2g+.
Das heißt, dass Geimpfte oder Genesene mit aktuellem Test Zutritt haben. Nach einer Boosterimpfung wird der Test nicht benötigt.
Im Kunstraum sollen ffp2-Masken getragen werden.

Eine Vernissage mit einer Rede vor versammelten Besucher*innen und Weintheke kann es leider nicht geben.
Zu den Öffnungszeiten ist die Künstlerin anwesend.

Ausstellungsdauer:
21.1.2022- 13.2.2022
Öffnungszeiten:
Sonntag 14.00-16.00 Uhr
Freitag 19.00-20.30 Uhr

Dezember 2021/Januar 2022

Dezember 2021/Januar 2022

j3fm startet die
Jahresend-Täuschung
Schaufensterinstallation

Es ist wieder so weit:
Am Freitag, den 19.12.2021, starten wir wie jedes Jahr unsere berühmte Jahresend-Täuschung.
Auf einen Umtrunk aus diesem Anlass verzichten wir natürlich. Der Jahresgabenverkauf findet
dieses Jahr online statt. Schauen Sie sich auf https://www.j3fm.de/jahresgaben/ unser Angebot an und schreiben Sie uns eine mail an info@j3fm.de, wenn Sie ein Exemplar bestellen möchten.

Im übrigen wünscht j3fm an dieser Stelle schon mal allen ein erholsames und erfreuliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Brenndauer: ab 19.12. – bis ins neue Jahr
Vernissage: fällt aus
Schauzeiten: ganztägig, 20 Std.

November/Dezember 2021

November/Dezember 2021

Abel Dewitz: Von Steinen und Pflanzen

Holzschnitte in japanischer Technik

Abel Dewitz zeigt Farbholzschnitte, die die klaren Formen dieser Drucktechnik mit der Transparenz, Leichtigkeit und Leuchtkraft von Aquarellen verbinden.
Dies ist möglich, weil er nicht mit Ölfarben druckt, sondern die japanische Tradition des Holzschnitts, Mokuhanga genannt, verwendet. Dabei wird nur Wasser, reines Pigment und Stärkekleister benutzt.
Sein Gegenstand sind Naturformen. Sie entstehen durch Wachstum oder Zerfall, sind daher nicht rein zufällig, sondern zeigen in diesen Prozessen eine innere Logik und Regelhaftigkeit, ohne sich jemals identisch zu wiederholen.
Abel Dewitz begegnet seinem Sujet schrittweise, oft zunächst nahe am Gegenstand in seiner Individualität, danach oft eher den Formen und Strukturen nachspürend. So sucht er einen schmalen Grat zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Dabei ist klar, dass dies keine wirklichen Gegensätze sind, wie der amerikanische Maler Richard Diebenkorn so treffend gesagt hat:
„Alle Gemälde beginnen aus einer Stimmung heraus, aus einer Verbindung zu Dingen oder Menschen, aus einem ganzheitlichen visuellen Eindruck. Diesen Eindruck abstrakt zu nennen, scheint mir die Angelegenheit oft zu verwirren. Abstrakt heißt wörtlich etwas herausziehen oder trennen. In diesem Sinn ist jeder Künstler abstrakt, denn er muss sein eigenes Werk aus seinen visuellen Eindrucken schaffen. Eine realistische oder nicht-gegenständliche Herangehensweise macht keinen Unterschied. Das Ergebnis zählt.“
In seiner Auseinandersetzung mit der Natur vermeidet er plakative Aussagen zur Gefährdung der Natur ebenso wie die Anrufung einer romantischen Idylle.
Er lädt den Betrachter ein, die Formen und Strukturen, die im Wachsen und Vergehen sichtbar werden, genauer zu betrachten.

Eröffnung   Freitag, 19.11.2021   19.00 Uhr
Ausstellungsdauer:  19.11.- 12.12.2021
Öffnungszeiten:
freitags 19.00-20.30
sonntags 14.00-16.00

Die japanische Holzschnitt-Technik erläutert:   https://www.youtube.com/watch?v=ygrrQzloSUU

Die Öffnungszeiten am 5., 10. und 12.12. sind nach Verabredung verfügbar.
Bitte unter dewitz@j3fm.de melden.  Es gilt: geimpft oder genesen und aktueller Test.

Oktober/November 2021

Oktober/November 2021

Sofia Baronner: happycow
In der Reihe First Flush, der Kooperation zwischen dem Studiengang Experimentelle Gestaltung an der Hochschule Hannover und dem Kunstraum j3fm, präsentiert dieses Jahr die Studentin Sofia Baronner ihre Arbeiten.

Irritierende Erscheinungen sind Teil der künstlerischen Ideenfindung von Sofia Baronner. In ihrer Installation happycow nähert sie sich aus verschiedenen Perspektiven der industriell geprägten Landwirtschaft, in deren Mitte – zumindest im Milchland Niedersachsen – in der Werbung gerne Bilder von der glücklichen Kuh gezeichnet werden. Doch warum sollten die Schwarzbunte oder die Rotbunte, das braune Fleckvieh glücklich sein?

Sofia Baronners Installation ist ein ironisches Aufbegehren gegen Sphären kultureller Normen, die tief eintaucht in Gedanken darüber, wie eine industrialisierte Natur überhaupt noch intakt sein kann. Die junge Künstlerin greift in ihren Skulpturen, grafischen Arbeiten und in einer Animation die oberflächlichen Eindrücke einer Moderne auf, die nicht mehr objektiv, sondern nur noch als gefühlte Temperatur wahrgenommen werden kann, als eine Diskrepanz zwischen Schein und Sein. Welche Bedeutung hat dieses im Kanon der gesellschaftlichen Entwicklung des Menschen wichtige Nutztier denn heute noch für uns? Ohne eine politische Verquickung heraufzubeschwören, wie wir sie noch durch Klaus Staeck in seinem Plakat “Carstens reitet für Deutschland“ kennen, formt Sofia Baronner aus der Kuh eine oppositionelle Schönheit und wir sind angehalten hinzusehen auf die Mächtigkeit und Verletztheit dieses Tieres sowie die Aneignungen und Enteignungen von Körperlichkeiten durch den Menschen.
Sofia Baronner ist 1997 in Hannover geboren und studiert an der Hochschule Hannover Experimentelle Gestaltung. Zusammen mit Josephine Altmeyer gründete Sofia Baronner während des Studiums den Projektraum TANKE e.V.

Vernissage: Freitag,  15.10.2021   19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15.10.- 14.11.2021

Öffnungszeiten: Sonntag 14.00-16.00 Freitag 19.00-20.30

Bitte beachten Sie, dass für den Besuch den Ausstellungsraumes die 3-G-Regeln gelten:
geimpft, genesen oder getestet

 

September/Oktober 2021

September/Oktober 2021

Schirin Fatemi : REFLEXIONEN
Malerei und Druckgrafik

Schirin Fatemi, die als Künstlerin in Mehrum bei Hannover und in Rom lebt und arbeitet, zeigt in dieser Ausstellung Werke, die das Verhältnis des Menschen zu natürlicher und kulturell geprägter Landschaft beleuchten. Dabei sind beide gleich fragil: die Menschen von der Natur, die verbleibende Natur vom Menschen abhängig.
Dieses wechselseitige Zusammenwirken im Spannungsfeld von Mensch und Natur ist ein zentrales Thema in ihren Arbeiten. Ihre Figuren schauen mit nachsinnendem Blick, sie betrachten, ertasten und suchen, ihre Blicke gehen in die Ferne, nach oben, in den Himmel, oder auf eine reflektierende Wasserfläche – es ist die Natur, die ihnen hier einen Spiegel vorhält und gleichzeitig ist die Natur immer stärker der Spiegel menschlicher Einwirkungen.
Es sind immer erlebte Situationen und selbst betretene Szenerien, aus denen diese Kompositionen entstehen. Vom ursprünglichen Motiv ausgehend entwickeln sich im Malprozess die Bildwelten in Farben und Formen in einer intensiven Farbigkeit, die subtil den realistischen Bezug verfremdet und überhöht. Mit den dabei entstehenden Neuentdeckungen in einem ständigen Dialog zu sein, ist Teil des künstlerischen Arbeitsprozesses.
Diese warme glühende Farbigkeit ihrer Arbeiten zieht auch den Betrachter in den Bann und
lädt ein, sich auf die Reflexionen einzulassen und sich dafür zu entscheiden, Teil dieser verzauberten Landschaften zu sein.

Vernissage: 17.9.2021- 19 Uhr
Die Ausstellung ist bis zum Sonntag, den 10.10. 2021 ganztägig durch das Schaufenster zu
sehen.
Öffnungszeiten:

freitags von 19.00-20.30

sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass für den Besuch des Ausstellungsraumes die 3G-Regeln gelten:
Geimpft, genesen oder getestet.
Bitte Bescheinigungen/Apps bereithalten. Wir bitten auch im Außenbereich auf Abstand und
Maske zu achten.