Januar/Februar 2020

Januar/Februar 2020

Susanne Eisermann: heck MECK

Tuschemalerei und Zeichnung

Der Kunstraum j3fm, die kleinste Galerie Hannovers, präsentiert an jedem dritten Freitag im Monat eine neue Ausstellung.
„heck MECK“ nennt sich die erste Ausstellung im Januar 2020 mit Arbeiten der in Hildesheim lebenden Illustratorin und Künstlerin Susanne Eisermann.
Sie wird am Freitag, dem 17. Januar 2020 um 19 Uhr eröffnet.

Als eine typische Werbegrafikerin hat sich Susanne Eisermann nie verstanden. Sie ist auf vielen Feldern zwischen Kunst, Grafik und Illustration unterwegs,
zeichnet und malt Abstraktes und Figürliches, arbeitet an farbigen oder schwarz-weißen Fantasiefiguren und absonderlichen, nicht immer freundlichen Charakteren.
Skurrile Fratzen, Monster, Sonderlinge, Tiere und Phantasiewesen hat sie in ihrem Repertoire, gerne ein bisschen fies, grantelig und ironisierend.
Es sind figürliche Darstellungen aus Tusche, Tinte und Aquarellfarben.

Ein wichtiger Teilaspekt ihres Werks ist die Rolle des Zufalls bei der Bildfindung und -gestaltung.
Um dessen schöpferische Effizienz wussten schon die Surrealisten. Dabei waren sie längst nicht die Ersten:
Der Ratschlag des Renaissancemeisters Leonardo da Vinci, feuchte Flecken auf abblätterndem Putz als kompositorische Anregung zu nutzen, fand in vielen Künstlergenerationen Nacheiferer.
Bei Susanne Eisermann fließen die Farben, und in diesen Fluss baut sie Zufallsbewegungen ein, feine Strichwelten, ruckartige Bewegungen, absichtslos entstandene Flecken und Kratzspuren, Brüche, aus denen heraus sie dann die eigentlichen Figurationen entwickelt:
„Am liebsten durchgeknallt, oder ich mache sie durchgeknallt“, so Susanne Eisermann.
In ihren freien künstlerischen Arbeiten fängt sie eben nicht mit einem Bild im Kopf an, sondern das eigentliche Bild entwickelt sich erst im Prozess.

Susanne Eisermann ist in Lüneburg geboren und aufgewachsen. Nach Abschluss einer Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin in Iserlohn
begann sie in den 90er -Jahren das Grafik-Design-Studium an der HAWK in Hildesheim mit dem Schwerpunkt „Experimentelles Malen und Zeichnen“.
Seit ihrem Diplom 2000 ist Susanne Eisermann freiberuflich als Designerin mit Schwerpunkt Illustration und Grafik tätig und seit 2009 als Künstlerin: Malerei, Illustration und Grafik.
Seit 2013 ist sie Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK Hildesheim).

Vernissage: Freitag, 17.1.2020, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 17.1.- 16.2.2020
Öffnungszeiten:   Sonntag, 14.00-16.00 Uhr
Freitag, 19.00-20.30 Uhr

Dezember 2019

Dezember 2019

j3fm startet die

Jahresend-Täuschung

Schaufensterinstallation

Es ist wieder so weit!
Am kommenden Freitag starten wir unsere berühmt-berüchtigte Jahresend-Täuschung.
Vollkommen überraschend und urplötzlich bricht wieder das Jahresende und damit die Weihnachtszeit über uns herein.
Vorbereitet wie wir an jedem 3. Freitag im Monat aber nun mal sind, stehen Glühwein und Kekse bereit und um 19:00 Uhr (ct) machen wir die Kerzen an. Wer keine Lust auf Endzeitstress hat sollte doch bei uns vorbeikommen.

Auch dieses Jahr: großer Jahresgabenverkauf – Originale unserer Künstler für 25 Euro.

Im übrigen wünscht j3fm an dieser Stelle schon mal ein erholsames und erfreuliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Brenndauer: ab 20.12. – bis ins neue Jahr
Vernissage: 20.12.2019, 19:00 Uhr
Schauzeiten: ganztägig, 24 Std.

November/Dezember 2019

November/Dezember 2019

Jan Lotz und Florian Kruse: The 36th Chamber

Montage und Lichtkunst

Der Kunstraum j3fm, die kleinste Galerie Hannovers, präsentiert an jedem dritten Freitag im Monat eine neue Ausstellung.
„ The 36th Chamber“ nennt sich die November-Ausstellung von j3fm mit Arbeiten der in Hannover lebenden Künstler Jan Lotz und Florian Kruse.
Sie wird am Freitag, den 15. November 2019 um 19 Uhr eröffnet.

Geschwindigkeit, Rhythmus und Tiefe, montierte Momentaufnahmen audiovisueller Eindrücke,
Echtzeiterzählungen über urbane Landschaften und vom Hier und Jetzt transformieren die beiden jungen Künstler in ihre Kompositionen.
Es sind auf Plexiglasleuchtkästen getapte aus Klebebändern entwickelte Bilder, die durch Licht von Fläche zu Tiefe, von Monochromie zu All-over werden und dabei dreidimensionale Wirkung erzielen, die an illusionistische trompe- l’oeil-Perspektiven erinnern.

Entwickelt aus der Streetart hat das Tape den Sprung zum eigenständigen künstlerischen Medium geschafft,
das ähnlich der klassischen Montage alle Herkunftskontexte erkennbar macht und damit auch die gestalterische oder künstlerische Praxis selbst.
Alle Ursprünge, Materialien und Quellen sind freigelegt.

Lotz und Kruse verbinden ihre Arbeiten mit gesellschaftlichen Fragestellungen ihrer Generation
und folgen damit ganz ihrem musikalischen Vorbild, der rappenden Shaolin-Gang aus Staten Island, dem Wu Tang Clan.
In den Voice-Samples aus Filmen, den Welt- und Selbstbezügen ihrer musikalischen Masterminds, fanden sie das Prinzip, das zu ihrer Philosophie passt.

Für beide jungen Künstler ist eine enge Verbindung aus Kunst und Musik der Versuch, die Fragen, die heute angerissen werden, neu vorzuführen und Experimente und Popkulturelles jenseits von Klangkunst und Soundinstallationen wieder als Material der Kunst zu begreifen.

Florian Kruse und Jan Lotz studieren beide Experimentelle Gestaltung an der Hochschule Hannover und arbeiten künstlerisch in den Bereichen Streetart, Graffiti, Illustration sowie Druckgrafik und Skulptur. Kruse stammt aus Langenhagen. Nach seiner Ausbildung zum Schilder- und Leuchtreklamehersteller, absolvierte er sein Abitur an der Multi Media Berufsschule in Hannover.
Jan Lotz kommt aus Peine und begann nach dem Abitur mit dem Produktdesign-Studium an der Hochschule Hannover. Vor zwei Jahren wechselte er zur Experimentellen Gestaltung.

Vernissage: Freitag, 15.11.2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15.11.- 15.12.2019
Öffnungszeiten:   Sonntag, 14.00-16.00 Uhr
Freitag, 19.00-20.30 Uhr

Oktober/November 2019

Oktober/November 2019


Kirsten Wrona: Malerei

Kirsten Wrona liebt es kräftig. Ihre ungegenständliche Malerei ist intensiv leuchtend farbig und sie ist voller Dynamik. Schwarze Flächen werden mit Pink, Blau und Rot attackiert, ein Feuerwerk der Farben, der Formen und der Komposition. Fast ist es, als provoziere sie Reaktionen des Betrachters, die sich nicht nur auf die Bilder richten, sondern auch auf die Wirklichkeit, die sie selbst irritiert.  Es sind reiche Varianten einer nie enden wollenden künstlerischen Fantasie. Kirsten Wrona kommuniziert mit Farbe und geht dabei direkt ins Herz.  Es ist weniger der Versuch einer künstlerischen Perspektive, der sie antreibt, als der Moment der Freiheit. Malerei erfüllt für sie keine funktionale Aufgabe, sondern wird durch einen inneren Antrieb bestimmt. Wie von magischer Energie getrieben beschreiben ihre Arbeiten Miniaturen einer Weltgeschichte, die zwar nichts Figürliches zeigen, aber in ihrer Virtuosität voller Lebenslust strahlen.

Vernissage:  Freitag, 18.10.2019, 19.00 Uhr
Einführung:  Nigel Packham
Dauer der Ausstellung: 18.10.- 10.11.2019
Öffnungszeiten: Freitag 19.00-20.30
Sonntag 14.00-16.00

Die Künstlerin ist anwesend

September/Oktober 2019

September/Oktober 2019

Jeanne Hamilton:  Two Figures

Malerei, Collage und Performance

Die in Chicago ausgebildete Hamilton ist auf vielen künstlerischen Feldern unterwegs: Malerei, Performance, Collage und Text. Gender, Identität, Körperwahrnehmung und Erinnerung sind ihre Themen.

Sie interessiert sich, so Hamilton, „ für die Offenbarung durch Kunst, indem ich das Private in die Öffentlichkeit bringe, um es anzuerkennen und zu akzeptieren oder zu verändern.“

Wovon erzählen Ihre beiden Figuren? Als prägnante Metapher beschreiben sie zwei separate, eigenständige Personen, die aber in Beziehung zu einander stehen, zum anderen einen zwiespältigen Menschen, ein geteiltes Individuum, das zwischen dem Inneren und dem Äußeren schwebt und dennoch gegen diese Unterscheidung kämpft. Diese Grenze(n) zwischen den mitteilbaren und den unmittelbaren, nicht mitteilbaren Dingen interessieren Jeanne Hamilton.
Die Gemälde und Collagen sind ihr Versuch, dem anderem und dem Andersartigem näher zu kommen. Die Vorstellungen von dieser Nähe können sehr heftig sein und sind ein Bestandteil ihres künstlerischen Prozesses, dem sie mit gestischer Spontaneität begegnet.

Jeanne Hamilton ist in Washington D.C. geboren und in Memphis (USA) aufgewachsen. Am School of the Art Institute of Chicago (B.F.A.) studierte sie Kunst (Malerei, Fotografie, Performance) und Gender Studies an der Central European University, Budapest (M.A.) Seit 2003 lebt und arbeitet Jeanne Hamilton außerhalb der USA, seit 2008 in Deutschland. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Amsterdam, Berlin, Bukarest, Chicago, Hannover, Memphis und Wien gezeigt.

 

Ausstellung vom 20.09.2019 bis 13.10.2019
Vernissage: 20.9.2019, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Sonntag, 14-16 Uhr
Freitag: 19-20.30 Uhr
Die Künstlerin ist  anwesend